No-Code, Low-Code — was ist der Unterschied?
No-Code-Plattformen brauchen keinerlei Programmierkenntnisse. Workflows werden rein visuell per Drag & Drop zusammengesetzt. Ideal für klar definierte, wiederholbare Aufgaben mit standardisierten Schnittstellen.
Low-Code-Plattformen ergänzen die visuellen Möglichkeiten um einfache Scripting-Optionen. Mit wenig Code lassen sich Sonderfälle, individuelle Berechnungen oder Transformationen abbilden, die kein Standardbaustein abdeckt.
BPMN selbst ist eine Form von Low-Code: Die grafische Notation plus DMN-Entscheidungstabellen ermöglichen es Fachexperten, ausführbare Prozesse zu definieren — ohne vollständige Programmierkenntnisse.
Der Citizen Developer
Der Begriff "Citizen Developer" beschreibt Mitarbeitende, die außerhalb der IT-Abteilung Anwendungen und Automatisierungen entwickeln. Sie kennen den Fachprozess am besten — und können mit den richtigen Werkzeugen direkt umsetzen, ohne den Umweg über ein IT-Ticket.
Das funktioniert nur, wenn die IT den Rahmen setzt: Governance, erlaubte Werkzeuge, Schnittstellen und Sicherheitsvorgaben. No-Code ohne Leitplanken wird schnell zur Schatten-IT.
Geplante Inhalte auf dieser Seite
- Welche Aufgaben sich für No-Code eignen — und welche nicht
- BPMN als Low-Code-Sprache für den Fachbereich
- n8n für den Nicht-Programmierer: erste Workflows bauen
- Governance-Modelle für Citizen Development
- Grenzen von No-Code und wann IT-Unterstützung nötig wird