Was ist BPMN 2.0?
Business Process Model and Notation (BPMN) 2.0 ist ein internationaler Standard (ISO/IEC 19510) zur grafischen Beschreibung von Geschäftsprozessen. Anders als viele proprietäre Diagrammsprachen ist BPMN maschinenlesbar: eine konforme Workflow-Engine kann ein BPMN-Diagramm direkt ausführen.
Das bedeutet: Das gleiche Modell, das im Workshop mit dem Fachbereich entstanden ist, kann nach der Verfeinerung unmittelbar als laufender Prozess deployed werden — ohne Medienbruch zwischen Analyse und Implementierung.
Kernelemente
- Events — Start-, Zwischen- und Endereignisse, die den Prozessfluss auslösen oder beenden
- Tasks — Aktivitäten (manuell, automatisiert, Service-Calls, Skripte)
- Gateways — Verzweigungen und Zusammenführungen (XOR, AND, OR)
- Sequence Flows & Message Flows — Kontroll- und Datenfluss innerhalb und zwischen Pools
- Subprocesses — eingebettete Prozesse für Wiederverwendung und Übersichtlichkeit
DMN und FEEL
Entscheidungslogik gehört nicht in den Prozessfluss selbst. Decision Model and Notation (DMN) trennt Regeln sauber vom Ablauf: Entscheidungstabellen (Decision Tables) beschreiben, unter welchen Bedingungen welche Ausgabe gilt. FEEL (Friendly Enough Expression Language) ist die dazugehörige Ausdruckssprache — lesbarer als Code, mächtiger als Freitext.
Geplante Inhalte auf dieser Seite
- Schritt-für-Schritt: Vom Whiteboard-Prozess zum ausführbaren BPMN-Modell
- Häufige Modellierungsfehler und wie man sie vermeidet
- DMN-Entscheidungstabellen in der Praxis
- BPMN + KI: Sprachmodelle als Service-Tasks einbinden
- Beispiel-Prozesse zum Download