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DSGVO und Prozessautomatisierung — was darf in den Prozess?

Wer Prozesse automatisiert, verarbeitet fast zwangsläufig personenbezogene Daten. Das ist kein Hindernis — aber es braucht Bewusstsein: Wo entstehen Risiken, was ist unbedenklich, und wann muss ein Datenschutzbeauftragter ran?

Die Grundfrage: Wann gelten DSGVO-Pflichten?

Sobald ein Prozess personenbezogene Daten verarbeitet — also Informationen, die sich auf eine identifizierbare natürliche Person beziehen — gilt die DSGVO. Das beginnt schon beim Namen in einer Aufgabenbeschreibung, der E-Mail-Adresse im Workflow-Kontext oder dem Kundendatensatz, den ein Service Task abruft.

Nicht jede Verarbeitung ist problematisch. Entscheidend ist: Gibt es eine Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO), werden die Daten nur so lange wie nötig gespeichert, und ist der Vorgang dokumentiert?

Prozesshistorie und Audit-Trail

⚠ Aufmerksamkeit nötig

Workflow-Engines wie Operaton speichern standardmäßig eine vollständige Prozesshistorie — Variablenwerte, Nutzeraktionen, Zeitstempel. Wenn diese Variablen personenbezogene Daten enthalten, müssen Löschkonzepte (History Cleanup) und Zugriffsbeschränkungen definiert werden. Operaton bietet dafür konfigurierbares History Cleanup — aber es muss aktiv eingerichtet werden.

KI-Dienste als Service Tasks

✕ Besondere Vorsicht

Wird ein Cloud-KI-Dienst (OpenAI, Anthropic, Google) als Service Task in einen Prozess eingebunden und verarbeitet dabei personenbezogene Daten, muss geprüft werden: Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)? Werden Daten in Drittländer übertragen? Für viele Szenarien ist deshalb ein selbst gehostetes Modell (Ollama, lokale Instanz) die sicherere Wahl — keine Datenweitergabe, kein AVV nötig.

Was unbedenklich ist

✓ Unkritisch

Prozesse, die ausschließlich nicht-personenbezogene Daten verarbeiten — Bestellnummern, Produktmengen, interne Status — unterliegen nicht der DSGVO. Ebenso unbedenklich: anonymisierte oder aggregierte Daten, die keinen Rückschluss auf Personen zulassen.

Geplante Inhalte auf dieser Seite

  • Checkliste: DSGVO-relevante Stellen im BPMN-Prozess
  • Operaton History Cleanup konfigurieren
  • Lokale KI-Modelle vs. Cloud-APIs aus DSGVO-Sicht
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) — wann nötig?
✦ Artikel in Vorbereitung

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